Wolfgang von Kries
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Einordnung: Mann | Deutscher | Beamter | Politiker (Deutschland) | Geboren 1868 | Gestorben 1945
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Wolfgang Ludwig Moritz von Kries (* 27. November 1868 in Smarzewo, Kreis Marienwerder, Westpreußen; †15. Oktober 1945 in Potsdam) war ein deutscher Beamter und Politiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Er studierte Jura in Freiburg im Breisgau, Berlin und Königsberg. Nach der Promotion war er u. a. als Justitiar in Arnsberg und Münster tätig. Lange Jahre, 1903 - 1920, wirkte er als Landrat in Filehne an der Netze. 1908 - 1918 war er auch Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Während des Ersten Weltkrieges als Beamter nach dem besetzten Russisch-Polen, nach Kalisch und später nach Warschau berufen (er verfügte über sehr gute Kenntnisse der polnischen Sprache), wurde er 1915 Verwaltungschef der Kaiserlich-deutschen Zivilverwaltung beim Generalgouvernement Warschau. Als solcher erwarb er sich zusammen mit dem Kurator Graf von Hutten-Czapski große Verdienste um die Neugründung der Universität und der TH Warschau, die im Jahre 1915 den Unterricht (nach etwa 60 Jahren wieder in polnischer Sprache) aufnehmen konnten. Wolfgang von Kries war auch der Vater der neuen Landeswährung, die er Polnische Mark nannte und die bis 1924 überleben sollte.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er Mitglied der Deutschen Volkspartei und der Verfassungsgebenden Preußischen Landesversammlung von 1919. Bis 1932 war er Abgeordneter der DVP im Preußischen Landtag. Wolfgang von Kries verstarb am 15. Oktober 1945 in Potsdam.
Literatur
- B. Graf von Hutten-Czapski: Sechzig Jahre Politik und Gesellschaft. I - II, Berlin 1936
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