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Xenon

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Xenon (von altgriech. ξένος = fremd) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Xe und der Ordnungszahl 54. Das farb- und geruchlose Gas gehört zu den chemisch extrem reaktionsträgen Edelgasen.


Eigenschaften
Iod - Xenon
Kr
Xe
Rn  
 
 
[Kr]4d105s25p6
131
54
Xe
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Xenon, Xe, 54
Serie Edelgase
Gruppe, Periode, Block 18 (VIIIA), 5, p
Dichte, Mohshärte 5,9 kg/m3(273 K), k. A.
Aussehen farblos
Atomar
Atomgewicht 131,293 amu
Atomradius (berechnet) k. A. (108) pm
Kovalenter Radius 130 pm
van der Waals-Radius 216 pm
Elektronenkonfiguration [Kr]4d10 5s2 5p6
e- 's pro Energieniveau 2, 8, 18, 18, 8
Oxidationszustände (Oxid) 0 (schwach sauer)
Kristallstruktur kubisch flächenzentriert
Physikalisch
Aggregatzustand (Magnetismus) gasförmig (unmagnetisch)
Schmelzpunkt 161,4 K (-111,7 °C)
Siedepunkt 165,1 K (-108,0 °C)
Molares Volumen 35,92 · 10-6 m3/mol
Verdampfungswärme 12,636 kJ/mol
Schmelzwärme 2,297 kJ/mol
Dampfdruck k. A.
Schallgeschwindigkeit 1090 m/s bei 293,15 K
Verschiedenes
Elektronegativität 2,6 (Pauling-Skala)
Spezifische Wärmekapazität 158 J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit k. A.
Wärmeleitfähigkeit 0,00569 W/(m · K)
1. Ionisierungsenergie 1170,4 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 2046,4 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie 3099,4 kJ/mol
Stabilste Isotope
Isotop NH t1/2 ZM ZE ZP
124Xe 0,1 % Xe ist stabil mit 70 Neutronen
126Xe 0,09 % Xe ist stabil mit 72 Neutronen
128Xe 1,91 % Xe ist stabil mit 74 Neutronen
129Xe 26,4 % Xe ist stabil mit 75 Neutronen
130Xe 4,1 % Xe ist stabil mit 76 Neutronen
131Xe 21,29 % Xe ist stabil mit 77 Neutronen
132Xe 26,9 % Xe ist stabil mit 78 Neutronen
134Xe 10,4 % Xe ist stabil mit 80 Neutronen
136Xe 8,9 % 2,36 · 1021 y β-β- k. A. 136Ba
NMR-Eigenschaften
129Xe 131Xe
Kernspin 1/2 3/2
gamma / rad/T 7,399 · 107 2,193 · 107
Empfindlichkeit 0,0212 0,00276
Larmorfrequenz bei B = "4",7 T 55,3 MHz 16,4 MHz
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen.


Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften und Verhalten

Xenon lässt sich zu einer farblosen Flüssigkeit kondensieren. Als Feststoff ist es kristallin. Unter Druck von mehreren hundert Kilobar lässt sich Xenon in eine metallische Struktur überführen. Die Löslichkeit in Wasser ist mit etwa 230 ml/l recht hoch. Auch Klathrate (Gaseinschlussverbindungen) können aus Wasser und Xenon hergestellt werden.
Als Füllung in Gasentladungsröhren erzeugt Xenon violettes Licht. Als vollkommen inertes Gas kann Xenon nicht mehr gelten. Seit Anfang der 1960er ist es gelungen einige Halogen-, Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen herzustellen. Teilweise sind sie nur bei tiefen Temperaturen beständig, beim Erwärmen zersetzen sie sich, manche auch explosiv.
In seinen Verbindungen liegt Xenon in den Oxidationsstufen +2, +4, +6 und +8 vor.

Anwendungen

Wegen seines hohen Preises wird Xenon nur dann verwendet, wenn die leichteren Edelgase nicht "gut genug" sind. Der größte Teil wird als Gasfüllung in lichterzeugenden Lampen verwendet, wenn ein helles weißes Licht benötigt wird:

Andere Anwendungen:

Geschichte

Xenon (griechisch xenos für fremd) wurde am 12. Juli 1898 durch William Ramsay und Morris William Travers aus Rohkrypton abgetrennt.

Quellen

Ein m3 Luft enthält etwa 0,08 ml Xenon.

Herstellung

Die Gewinnung erfolgt als Nebenprodukt der Luftzerlegung aus der höhersiedenden Sauerstofffraktion.

Verbindungen

Vor 1962 galten alle Edelgase als inert, als chemische Stoffe die keine Verbindungen eingehen. Auch diatomare Elementverbindungen, wie sie von den gasförmigen Nichtmetallen Sauerstoff, Chlor oder Stickstoff bekannt sind, gehen die Edelgase nicht ein. Ebenfalls weisen die niedrigen Siede- und Schmelzpunkte auf Einzelatome hin. Anfang 1962 versuchte Neil Bartlett Xenon mit dem stärksten damals bekannten Oxidationsmittel Platinhexafluorid PtF6 zu oxidieren. Es bildete sich eine gelbe bis rote Substanz in nicht stöchiometrischer Zusammensetzung (keine definierte chemische Verbindung).
Im gleichen Jahr gelang Rudolf Hoppe in Münster die Synthese von Xenon(II)-fluorid durch Umsetzung der Elemente unter Kühlung in einer elektrischen Entladung.

Zwischzeitlich sind viele weitere Verbindungen bekannt geworden :

Isotope

Vorsichtsmaßnahmen

Xenon ist nicht giftig, es wirkt in bestimmten Konzentrationsbereichen narkotisch und bei höheren Konzentrationen erstickend.

Xenonverbindungen sind starke Oxidationsmittel! Einige Verbindungen, besonders die sauerstoffhaltigen, sind explosiv.

Weblinks









Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Xenon aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.