Yves Montand
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Einordnung: Mann | Franzose | Schauspieler (Frankreich) | Entertainer-Chansonsänger | Chanson | Filmschauspieler | Geboren 1921 | Gestorben 1991
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Yves Montand, geboren als Ivo Livi (* 13. Oktober 1921, in Monsumagno, Italien, †9. November 1991 in Paris) war ein französischer Schauspieler und Chansonnier.
Yves Montand wurde in der Toscana geboren. Unmittelbar nach seiner Geburt emigrierte seine Familie nach Frankreich; sein Vater ließ sich in Marseille als selbständiger Besenbinder nieder. Um die französische Staatsangehörigkeit zu erhalten, behauptete er später, er sei als Kommunist vor den Faschisten aus Italien geflohen. Tatsächlich erfolgte die Emigration schon im Oktober 1921, während Mussolini erst im Oktober 1922 an die Macht kam. Das Einbürgerungsverfahren zog sich in die Länge und führt erst 1929 zum Erfolg; Ivo nannte sich seitdem auf Französisch "Yves". 1932 machte sein Vater Bankrott; Ivo musste die Schule verlassen und im Friseursalon seiner Mutter und seiner Schwester arbeiten; dabei lernte er singen. Im Alter von 17 Jahren trat er erstmals als Sänger in Clubs auf. Dabei wurde er von Edith Piaf entdeckt, die - ebenfalls italienischer Abstammung - den flotten jungen Mann zu ihrem Liebhaber machte und auch in ihren Shows auftreten ließ. Seine erste eigene Show erhielt er 1945 im Théatre de l’étoile in Paris; es war der Beginn seiner Karriere als anerkannter Chansonnier; sein Vorbild als Sänger, Tänzer und Schauspieler war der Amerikaner Fred Astaire. 1946 erschien sein erster Film im Kino. Mit Lohn der Angst wurde er weltberühmt. 1949 traf er die Schauspielerin Simone Signoret, die sich seinetwegen von Marc Allegret scheiden ließ und ihn zwei Jahre später heiratete; nach außen führten beide eine Musterehe. 1950 gehörte Montand zu den Unterzeichnern des Appells von Stockholm gegen die Atombombe. Auch seine Filme verstand er als politische Stellungnahme. Er sympathisierte mit der Kommunistischen Partei Frankreichs. Er arbeitete u.a. mit den Regisseuren Claude Sautet, Philippe de Broca und Jean-Luc Godard und spielte in Filmen u. a. mit Romy Schneider, Marilyn Monroe, Jane Fonda, Gerard Depardieu und Samy Frey zusammen. Montand starb 1991. Im Jahre 2004 veröffentlichte seine Stieftochter Catherine Allegret ihre Memoiren („Die Welt steht Kopf“). Darin schreibt sie, dass Montand sie seit ihrem 5. Lebensjahr sexuell missbraucht habe, dies mit Einwilligung ihrer Mutter, die so ihre Ehe aufrecht zu erhalten suchte. Das Buch wurde bereits vor seinem Erscheinen zu einem Skandal, der in Frankreich hohe Wellen schlug; Montand ist seitdem in seiner Wahlheimat ziemlich "unten durch".
Filmografie
- 1946 Pforten der Nacht
- 1952 Lohn der Angst
- 1960 Machen wir’s in Liebe
- 1968 Z
- 1970 Vier im roten Kreis
- 1972 Tout va bien
- 1972 Cesar und Rosalie
- 1973 Der unsichtbare Aufstand
- 1974 Vincent, François, Paul und die anderen
- 1977 Lohn der Giganten
- 1979 I wie Ikarus
- 1981 Wahl der Waffen
- 1983 Garçon! Kollege kommt gleich!
- 1992 IP5 - Insel der Dickhäuter (posthum fertiggestellt)
WebLinks
- --InfoG 00:03, 27. Mär 2005 (CET)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Montand, Yves |
| ALTERNATIVNAMEN | Ivo Livi |
| KURZBESCHREIBUNG | Schauspieler und Chansonnier |
| GEBURTSDATUM | 13. Oktober 1921 |
| GEBURTSORT | Monsumagno, Italien |
| STERBEDATUM | 9. November 1991 |
| STERBEORT | Paris, Frankreich |
--InfoG 16:30, 24. Mär 2005 (CET)
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