Zamość
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Einordnung: Ort in Polen | Ort der Woiwodschaft Lublin | Weltkulturerbe
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| Zamość | |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Staat: | Polen |
| Verwaltungsbezirk: | Lublin |
| Einwohner: | 68.000 |
| Fläche: | 30,0 km² |
| Höhe: | ? m ü. NN |
| Postleitzahl: | 22-400 bis 22-410 |
| Telefonvorwahl: | (+48) 84 |
| Geografische Lage: | 50° 43' nördl. Breite 23° 16' östl. Länge |
| KFZ-Kennzeichen: | LZ
|
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Warschau |
| Homepage der Stadt Zamośćfont> | |
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ist eine Stadt im Verwaltungsbezirk Lublin im südöstlichen Teil Polens - rund 240 km südöstlich der Landeshauptstadt Warschau und 110 km nordwestlich der ukrainischen Stadt Lemberg in der Landschaft Roztocze gelegen. Die Stadt wurde 1578 nach den Vorstellungen des venezianischen Baumeisters Bernardo Morando entworfen, der der Stadt jenen italienischen Renaissance-Stil verlieh, der ihr den Namen Padua des Ostens einbrachte. Die Altstadt gehört seit 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
| Inhaltsverzeichnis |
Umgebung
Östlich der Stadt verläuft die Curzon-Linie, die nach dem Ersten Weltkrieg etwa wie heute die Ostgrenze des neuen Polens bilden sollte, bevor sie die polnische Armee gegen das nach der Revolution geschwächte Russland um 250 km nach Osten verschieben konnte.
Die Hochebene (rund 500 m über NN) ist waldreich und wird von den Flüssen Wieprz und Tanew durchschnitten, zwei östliche Nebenflüsse der Weichsel. Im Norden – bei der Stadt Krasnystaw und dem Dorf Skierbieszów ging im Juli 1915 ein langer Stellungskrieg in einen Vormarsch nach Osten über.
Geschichte
In der Zwischenkriegszeit lag die Region (Wyżyna Lubelska) fast im Zentrum Polens und wurde früher – mit den heute ukrainischen Gebieten östlich des Bug – Wolynien genannt, zeitweilig auch "Russisch-Polen".
Im Zweiten Weltkrieg gehörte die Region als Protektorat zum deutschen Generalgouvernement (1939–1944), das im besetzten Polen errichtet wurde. Fast die gesamte jüdische Bevölkerung kam in der Nazizeit um, durch deutsche Siedler sollte die polnische Mehrheit "germanisiert" werden. 1945 wurde die Region wieder die Grenze zur Sowjetunion.
Die Stadt Zamość, die nach dem Vorbild von Padua gebaut wurde, ist der Geburtsort von Rosa Luxemburg. Sie ist nach Jan Zamoyski benannt, der zur Zeit der Realunion mit Litauen Regierungschef war. Die Adelsfamilie wurde von den Nazis und später von den Kommunisten drangsaliert, stellt aber heute wieder den Bürgermeister.
Sehenswürdigkeiten
Sehenswert ist die Altstadt mit ihren farbenprächtigen und reichlich verzierten Bürgerhäusern und die von Bernardo Morando entworfene und im späten 16. Jahrhundert erbaute Kollegiatskirche, die zu Polens schönsten Kirchen aus der Zeit der Manierismus gehören. Im Zentrum des Marktplatzes findet sich am Ende einer geschwungenen Freitreppe das alte Rathaus mit seinem 52 m hohen achteckigen Uhrenturm.
Weblink
(Region von Zamość)
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