Zawadzkie
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Einordnung: Ort in Polen | Ort der Woiwodschaft Oppeln
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(deutsch Zawadzki, 1936-45: Andreashütte) ist eine Stadt mit 8.639 Einwohnern in Polen (2004). Sie liegt an der Malapane 10 km südöstlich von Kolonowskie (Kolonnowska) im Powiat Strzelecki in der Woiwodschaft Oppeln.
| Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die Gründung von Zawadzki erfolgte in der Blütezeit des oberschlesischen Eisenhüttewesens entlang der Malapane. Andreas Graf von Renard auf Groß Strehlitz, der Besitzer der Hütten in Kolonnowska und Vossowska ließ 1836 in seinen Wäldern eine weitere Frischhütte mit Werkssiedlung errichten, die nach seinem Generalbevollmächtigten Franz von Zawadzki das Zawadzkiwerk genannt wurde. 1841 wurde die Hütte um ein Stahlwerk erweitert. Zur Versorgung der Hütten und Hämmer mit Wasserkraft entstand der 8 km lange Hüttenkanal, der außer dem Zawadzkiwerk auch Kolonnowska und Vossowska versorgte. Die Arbeitskräfte wurden aus den westlichen Landesteilen Preußens angeworben. Dadurch entstand in Zawadzki, auch in Kolonnowska und Kruppamühle, eine evangelische Diaspora im ansonsten katholischen Oberschlesien.
1855 erwarb die Berg- und Hüttengesellschaft Minerva das Zawadzkiwerk von Renard. Unter der Minerva überholte Zawadzki, wie das Werk seit 1857 genannt wurde, Kolonnowska an Bedeutung als Hüttenstandort.
Seit 1856 hatte der Ort einen Eisenbahnanschluß nach Oppeln, 1858 war die Strecke bis Tarnowitz vollendet.
1871 wurde die Oberschlesische Eisenbahnbedarfs AG Besitzer des Werkes.
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Zawadzki 1156 Wahlberechtigte (59,6 Prozent) für einen Verbleib bei Deutschland und 778 Wahlberechtigte (40,1 Prozent) für eine Abtretung an Polen. Die Wahlbeteiligung betrug 98,5 Prozent, es wurden 4 ungültige Stimmen (0,2 Prozent) gezählt.
Bei dem am 3. Mai 1921 von Wojciech Korfanty initiierten dritten polnischen Usurpantenaufstand fanden in Zawadzki schwere Kämpfe statt. In Folge der Teilung Oberschlesiens im Jahre 1922 erlitt das Werk schwere wirtschaftliche Verluste. Es befand sich dadurch plötzlich am Rande des Deutschen Reiches keine 5 km von der polnischen Grenze entfernt.
1936 erhielt der Ort im Zuge der Umbenennungswelle slawischer Ortnamen in Schlesien während des Nationalsozialismus den Namen Andreashütte. Die Hütte hatte im Jahre 1944 4.700 Beschäftigte.
Bis 1945 gehörte Andreashütte dem Landkreis Groß Strehlitz an und war evangelischer Pfarrort. 1945 kam der Ort zu Polen.
Seit 1962 ist Zawadzkie eine Stadt.
Einwohnerentwicklung
1905: 2.989 Einwohner
1939: 4.500
1961: 5.446
1971: 7.700
2004: 8.639
Partnerstädte
- Uebigau-Wahrenbrück, Deutschland
Gmina
Die Gmina (Großgemeinde) Kolonowskie umfaßt ein Territorium von 82,24 km² mit 13.235 Einwohnern (2004). Dazu gehören folgende Orte:
- Kielcza (Keltsch, 1936-45: Keilerswalde)
- Zawadzkie (Zawadzki, 1936-45: Andreashütte)
- Żędowice (Sandowitz)
Weblinks
- weitere Weblinks
- Webseite der Stadt Zawadzkieweitere Seite
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