Zelle (Biologie)
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Die Zelle ist die grundlegende, strukturelle und funktionelle Einheit aller Lebewesen.
Es gibt Lebewesen (Organismen), die aus nur einer Zelle bestehen, so genannte Einzeller, und Lebewesen, die aus mehreren Zellen bestehen, so genannte Mehrzeller. Man schätzt beispielsweise die Anzahl der Zellen im menschlichen Körper auf 10 bis 100 Billionen, wobei das individuelle Körpergewicht eine wichtige Einflussgröße darstellt.
Es wird prinzipiell zwischen prokaryotischen und eukaryotischen Zellen unterschieden.
Die Zellbiologie (Cytologie) ist die Lehre von den Zellen.
| Inhaltsverzeichnis |
Aufbau von Zellen
Alle bekannten Zellen, mit Ausnahme einiger spezialisierter Zelltypen, haben bestimmte Komponenten gemeinsam:
- die DNA, die die genetischen Informationen enthält und die als Bauplan für die Proteine dient, die alle Zellvorgänge steuern,
- Proteine, die als Strukturproteine für den Bau der Zelle oder als Enzyme für sämtliche Stoffwechselprozesse oder als Signalproteine für die Kommunikation der Zelle zuständig sind,
- Membranen, die die Zelle von ihrer Umgebung abgrenzen, als Barriere fungieren, den Kontakt mit der Außenwelt aufrecht erhalten und komplexere Zellen in verschiedene Reaktionsräume, die so genannten Kompartimente aufteilen,
- Cytosol, das wässrige Milieu, in dem die Prozesse im Zellinneren ablaufen,
- die RNA und Ribosomen, die für die Proteinsynthese benötigt werden.
Zellen haben auch gemeinsame grundlegende Fähigkeiten:
- Sie können sich durch Zellteilung reproduzieren und durchlaufen dabei einen Zellzyklus,
- sie betreiben Stoffwechsel: die Aufnahme von Nahrungsmolekülen und Spurenelementen, Umwandlung der Nahrungsstoffe in Energie oder in neue Zellkomponenten und die Beseitigung von Abfallprodukten.
Der menschliche Körper beispielsweise besteht aus rund 220 verschiedenen Zell- und Gewebetypen.
Unterschiede zwischen prokaryotischen und eukaryotischen Zellen
Auf der Erde existieren zwei Grundarten von Zellen, die prokaryotischen Zellen, die keinen echten Zellkern besitzen und die eine einfachere innere Organisation aufweisen, und die eukaryotischen Zellen, die eine komplexere innere Struktur und einen echten Zellkern haben. Im folgenden werden die wichtigsten Unterschiede tabellarisch aufgelistet:
| prokaryotische Zelle | eukaryotische Zelle |
|---|---|
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Unterschiede zwischen tierischen und pflanzlichen Zellen
Tierische und pflanzliche Zellen gehören beide zu den eukaryotischen Zellen, aber es gibt einige Unterschiede in ihrem Aufbau. Im Folgenden werden die wichtigsten Unterschiede tabellarisch aufgelistet.
| pflanzliche Zellen | tierische Zellen |
|---|---|
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Aufbau der pflanzlichen Zelle
- Die Zellwand umgibt die Zelle und verleiht dem Pflanzenkörper Festigkeit. Sie ist durchlässig für Wasser, gelöste Nährstoffe und Gase. Sie besteht hauptsächlich aus Cellulose.
- Die Tüpfel sind Öffnungen in der Zellwand, sie verbinden die Zelle untereinander und ermöglichen den Austausch von Cytoplasma.
- Das Plasmalemma ist ein dünnes Häutchen (Membran), welches das Plasma gegen die Zellwand abgrenzt. Das Plasmalemma ist durchlässig für Wasser, aber nicht für andere Stoffe. (semipermeabel = halbdurchlässig)
- Der Zellkern ist die Steuerzentrale der Zelle. Er enthält die Erbanlage die auf den Chromosomen liegen.
- Die Chloroplasten enthalten den grünen Farbstoff Chlorophyll und betreiben die Photosynthese. Das heißt, die Energie des Sonnenlichtes wird eingefangen und in Form von chemischer Energie in Zucker gespeichert.
- Das Cytoplasma ist eine farblose schleimige Masse (vergleichbar mit rohem Eiweiß). Im Cytoplasma sind alle Zellbestandteile eingebettet.
- Die Vakuolen sind Hohlräume im Cytoplasma, die mit Farbstoffen, Giftstoffen, Duftstoffen und anderen gefüllt sein können. (Abfall-Lagerplatz der Zelle).
- Der Tonoplast ist eine semipermeable Membran, die die Vakuole gegen das Plasma abgrenzt.
- Die Ribosomen stellen Eiweiß her.
- Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle. In ihnen findet die Verbrennung statt. Die in Zucker gespeicherte Energie wird wieder freigesetzt und kann für die Herstellung anderer Stoffe verwendet werden.
- Golgi-Apparate (Körper): Die Golgi Körper stellen Öle, Zellwandsubstanzen und Schleime her.
- Endoplasmatisches Retikulum (ER) ist das schnelle Transportsystem für chemische Stoffe.
Organisation einer typischen eukaryotischen Zelle.
1. Nukleolus. 2. Zellkern (Nukleus). 3. Ribosomen. 4. Vesikel. 5. Rauhes Endoplasmatisches Reticulum (ER). 6. Golgi-Apparat. 7. Mikrotubuli. 8. Glattes ER. 9. Mitochondrien. 10. Vakuole. 11. Zytoplasma. 12. Lysosom. 13. Zentriolen.
Zur Geschichte der Entdeckung von Zellen siehe Zellbiologie.
Siehe auch
Weblinks
- weitere Weblinks
- Interaktive Animationen zum Thema Zellaufbau
- Suche nach Zelle (Biologie) Infos mit: Yahoo
