Ziviler Ungehorsam
www.infos-aus-germanien.info
Einordnung: Ethik | Frieden | Politischer Widerstand
- Was heißt Ziviler Ungehorsam auf:
Englisch - Französisch - Italienisch - Niederländisch und Schwedisch sowie Spanisch
- Sie wissen mehr über das Thema Ziviler Ungehorsam und möchten uns dazu etwas mitteilen?
Benutzen Sie dazu bitte unser Forum und eröffnen Sie einen neuen Thread zum Thema Ziviler Ungehorsam.
Ziviler Ungehorsam ist der aus Gewissensgründen und gewaltfrei vollzogene bewusste Verstoß gegen ein Gesetz, eine Pflicht oder den Befehl eines Staates oder einer anderen Macht. Im Gegensatz zu einem Streik ist er nicht rechtlich abgesichert, der Ungehorsame nimmt bewusst in Kauf, dafür bestraft zu werden.
Der Ausdruck Ziviler Ungehorsam (im Englischen Civil Disobedience) wurde vom US-Amerikaner Henry David Thoreau in seinem Essay Civil Disobedience geprägt, in dem dieser erklärte, warum er aus Protest gegen den Krieg gegen Mexiko und die Sklavenhaltung keine Steuern mehr bezahlte.
Die Aktion oder Handlung
- beruht auf einer Gewissensentscheidung,
- ist wohlbedacht,
- steht im Zusammenhang mit dem übergeordneten Ziel,
- kann, muss aber nicht öffentlich bekundet werden oder zur Nachahmung aufrufen und
- verletzt niemals die Würde des Menschen.
Namhafte Vertreter zivilen Ungehorsams waren Mahatma Gandhi, Nelson Mandela und Martin Luther King. Aber auch viele Atomkraftgegner, Graswurzler, Friedensdemonstranten, Globalisierungskritiker und Totalverweigerer sehen ihren Widerstand als zivilen Ungehorsam an. Auch der Saboteur öffentlicher Güter oder der Überquerer einer roten Ampel kann sich als zivil ungehorsam empfinden.
Bekannte Beispiele von zivilem Ungehorsam, der sich in politischen Bewegungen niederschlug, waren die Boston Tea Party sowie die Montagsdemonstrationen im Jahre 1989.
Siehe auch: Boykott
- Suche nach Ziviler Ungehorsam Infos mit: Yahoo
