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Zwarte Zusters

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Die Zwarte Zusters von Dendermonde sind eine belgische Ordensgemeinschaft, welche in der Krankenpflege beheimatet ist.

Mittelalter und Neuzeit

Im Jahre 1491 durch einige Schwestern aus Pamele gegründet, kauften sie am 1. Dezember diesen Jahres ein Haus am Friedhof der Stiftskirche, und schlossen schon bald mit dieser einen Vertrag bezüglich der Errichtung einer Kapelle. Die Approbation des Klosters durch den Bischof von Cambrai erfolgte am 11. Januar 1494. Doch noch im selben Jahr siedelten sie in ein Haus am Kromme Ellboog über, welches sich auf jeden Fall bereits am 30. Juni des Jahres in ihrem Besitz befand. Sein Name sollte "Huyze Nazareth" lauten. Schon in dieser Zeit kam es zu einem Übereinkommen mit dem Stadtmagistrat, welcher die Schwestern für ihre Dienste mit einer Subsidie aus der Stadtkasse wie auch mit Naturalien entlohnte und ihnen zusätzlich die Freistellung von allen Abgaben verlieh. Da die Stadt über kein Pesthaus verfügte, beschloss die Gemeinschaft an der Rückseite ihres Gartens ein solches zu errichten, wozu die Stadt ihnen zwischen 1544 und 1546 Steine und Kalk schenkte. Das "Hospital" konnte 1554 fertiggestellt werden. Um die für den Bau aufgenommenen Schulden begleichen zu können, richtete die Gemeinschaft einen Antrag zur Erhöhung ihrer Subsidien an den Stadtmagistrat, welcher diesem in geringerem Umfang und zeitlich begrenzt stattgab. Als die Geuzen 1579 die Regierung der Stadt übernahmen, mussten die Schwestern, nachdem alle Ordensleute am 12. März der Stadt verwiesen wurden, fliehen. Als die Stadt 1584 wieder in katholische Hände kam und die Ordensleute in ihre Klöster zurückkehren durften, war die Gemeinschaft bereits so gut wie ausgestorben, so dass es 1588 einzig aus der 70jährigen Margarita de Wint bestand. Als die Pest ausgebrochen war, kam es am 2. November 1588 zu einer Verhandlung zwischen dem Stiftsdekan und dem Stadtmagistrat, in welchem man die Möglichkeit der Wiederbegründung des Klosters besprach. Anschließend wandte sich der Magistrat an den Erzbischof von Mechelen mit der genannten Bitte, welcher dieser entsprach und zwei Schwestern sandte.

17. Jahrhundert und 18. Jahrhundert

Der Wiederbelebung konnte ein gewisser Erfolg nicht abgesprochen werden, zumal in den Jahren zwischen 1599 und 1611 zehn neue Profeßschwestern hinzukamen, so dass das Kloster auf 13 Mitglieder anwuchs. Seniorin war die 92jährige Schwester Margaretha de Wint. Doch gab es Probleme innerhalb des Gemeinschaftslebens, so dass der Bischof nach einer 1641 abgehaltenen Visitation die Oberin absetzen musste. Doch blühte das Kloster auch weiterhin auf, so dass es 1664 mit 15 Schwestern die möglicherweise auf 12 Mitglieder beschränkte Schwesternzahl überschritt und am 16. Juni des Jahres mit drei Schwestern ein neues Kloster in Rupelmonde gründen konnte. Gleichzeitig sind ihre Tätigkeiten in den umliegenden Gemeinden und auch weiter entfernten Orten belegt, so dass die Pest ihre Gemeinschaft zwischen 1668 und 1671 von 13 auf sechs Schwestern dezimierte. Erst 1682 hatte sich das Kloster soweit erholt, dass es wieder auf 12 Mitglieder blicken konnte. Die Eintritte waren stets stabil, so dass man nicht um den Fortbestand aufgrund eines Mangels an Berufungen fürchten musste. Zwischen 1668 und 1671 kam es zu nicht weniger als sieben Eintritten, von welchen wenigstens vier ihre Gelübde ablegten. Zwischen 1671 und 1700 waren es 23, von denen 21 Profess ablegten. Da es zwischen 1700 und 1706 zu sechs neuen Professen gekommen war, konnte die Gemeinschaft im letztgenannten Jahr auf 21 Mitglieder blicken. Nachdem sie von 1702 bis 1704 ihr Hospital vergrößert hatten, wurde die Stadt im Verlauf des Spanischen Erbfolgekrieges 1706 bombardiert, wobei das Kloster der Schwestern stark beschädigt wurde. Der Schaden belief sich auf rund 16.000 Gulden, so dass die Wiederherstellung desselben nur durch Spenden und Kredite erreicht werden und 1725 in der Errichtung einer neuen Kapelle für die 22-köpfige Gemeinschaft gipfeln konnte. Doch hatte sich die Gemeinschaft noch nicht von ihren Schulden befreien können, als sie, in den Folgen der Französischen Revolution, zu neuen Zahlungen herangezogen wurden. Zum Schluss sahen sie keine andere Möglichkeit mehr, wie alle ihre metallenen Wertgegenstände, vom Leuchter bis zum Altarkreuz, einzuschmelzen und abzuliefern. Nachdem sie zwischenzeitlich bereits die Militärs in ihrem Hause beherbergt hatten, wurde den 21 Profeßschwestern am 1. September 1796 die Aufhebung ihres Klosters mitgeteilt. Sie scheinen sich mit einer gewissen Beharrlichkeit geweigert zu haben, denn gezwungenermaßen verlassen hatten sie es erst am 27. Februar 1797. Nachdem sie bereits im März des genannten Jahres wieder in ihr Kloster Einzug halten konnten, wurde ihnen am 29. September 1798 mitgeteilt, dass sie zwei Tage zum erneuten Verlassen des Klosters hätten. In aller Eile brachten sie alles was sie konnten bei den umliegenden Nachbarn unter. Es gelang ihnen kurz darauf ein Haus zu mieten, welches die Oberin mit drei weiteren Schwestern nun bewohnte, während neun weitere Schwestern auf dem Beginenhof, welcher ein Zufluchtsort für Ordensleute aufgelöster Klöster geworden war, Unterkunft fanden.

Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart

Seit 1804 durften sie wieder in klösterlicher Gemeinschaft leben, wofür sie zwei Häuser, welche ehemals zu ihrem Besitz gehörten, mieteten und am 21. Juli 1809 auch kauften.Da der Konvent jedoch rasch wuchs, nahm die Oberin am 12. Juli 1828 die Gelegenheit zum Kauf des auf dem Vlasmarkt gelegenen Prinsenhofs war, welchen man am 3. November des Jahres dann auch bezog. Schon am 14. Mai des Folgejahres erhielt die Kongregation die königliche Approbation, wurde darin aber auf eine Größe von 20 Mitgliedern beschränkt. Dieses stellte für die Klostergemeinschaft in den nächsten Jahren noch kein Problem dar, da sie, die 1815 zehn Schwestern zählten, bis 1830 nur auf 17 Schwestern anwuchsen und damit das Maximum nicht erreicht hatten. Dank ihrer günstigen Entwicklung überschritten sie diese aber seit 1850, so dass sie drei Jahre später in Halle mit zwei Schwestern ihr erstes Filialkloster errichteten, welches dann jedoch bis zum 26. März 1858 zu einer eigenständigen Kongregation entwickelte. Auch die 1857 in Edingen und 1886 in Delft vorgenommenen Gründungen entwickelten sich rasch zu selbständigen Kongregationen. Doch kam es noch zu zahlreichen weiteren Gründungen, welche in der Abhängigkeit ihres Mutterhauses blieben. Erst der Erste Weltkrieg brachte der Blüte, wenn auch kein Ende, so doch eine vorübergehende Stagnation. Es kam zu Veränderungen, nicht nur weil zahlreiche Niederlassungen zerstört oder beschädigt worden waren und ein Rückgang von Berufungen zu verzeichnen war. So begründeten sie am 19. April 1922 einen gemeinnützigen V. Z. W. mit dem Namen „Zwarte Zusters, Ziekendiensters te Dendermonde", welchem am 5. Mai des gleichen Jahres alle Besitztümer der Kongregation übertragen wurden und aggregierten sich am 27. März 1928 dem Augustinerorden. Alles in allem schien das Leben in den Jahren zwischen den Kriegen ruhig zu verlaufen und die Zahl der Schwestern sich auf etwa 80 eingependelt zu haben, so dass mit dem Übertritt der beiden jüngsten Schwestern der Kongregation von Oudenaarde, im Jahre 1949, sich die ersten größeren Ereignisse anzubahnen schienen. Schon bald schienen die Mitglieder der kleinen Gemeinschaft in Oudenaarde sich um eine Fusion zu bemühen, welche dann auch am 3. Mai 1954 per Dekret vollzogen und am 17. des gleichen Monats durch den Bischof bekräftigt wurde, so dass Dendermonde auf einen Schlag von 84 auf 95 Schwestern anwuchs. Ein weiteres Wachstum, bis 1968 erreichte die Kongregation 110 Schwestern, ermöglichte ein Ausweiten der apostolischen Tätigkeiten nicht nur in Belgien, sondern seit 1958 auch den Schritt in die Kongo-Mission. Hier ließen sich 1960 die ersten Schwestern in Doruma nieder, wo sie 1962 auch ein Noviziat eröffneten, so dass sie 1968 bereits acht belgische und sieben einheimische Schwestern in der Mission besaßen. Da die Entwicklung so vorteilhaft verlief, begann die Formung dieser Schwestern zu einer eigenständigen Kongregation seit 1980 zunehmend konkrete Formen anzunehmen und führte über die Aufstellung eigener Konstitutionen, im Jahre 1988, zur endgültigen Lösung im Jahre 1991. Nun unterhielten die 45 in Belgien lebenden Schwestern noch sechs Konvente, wovon sie jedoch bis 1997 zwei aufgaben.






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